Vereinshistorie
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Herzlich Willkommen auf der Homepage des SV Wickrathberg 1906 e.V
Wir wollen mit unserer Internetpräsenz allen Interessierten, Freunden und Sportkameraden einen kleinen Einblick in einen “jungen” Sportverein bieten!
Eine derartig lange Tradition, beweist, dass der Spielverein einen festgefügten Platz im Dorfleben Wickrathbergs besitzt und ein lebendiger Gemeinschaftsgeist unter den Mitgliedern besteht.
Mit einer Kurzchronik wollen wir die Zeit des SV Wickrathberg ab dem Gründungsjahr 1906 in Erinnerung rufen.
Die wickrathberger Vereinslieder dürfen natürlich nicht fehlen
1906 - 1910
Der SV Wickrathberg wurde im Jahr 1906 gegründet. Der erste Vorstand wurde in der Gaststätte Bresser gebildet. Hierzu gehörten Otto Bresser, Karl Dewies, Peter Kaumanns, Alfred Schläger und Heinrich Zumbroich.
1910 gelang die Anpachtung einer Wiese, die sozusagen als erster bekannter Sportplatz diente, gegenüber dem früheren Haus von Emil Laermann.
1910 - 1920
Beim S V Wickrathberg wurde in dieser Zeit noch überwiegend geturnt und Leichtathletik betrieben. Das Vereinslokal war Bresser, obwohl gegenüber dem Sportplatz auch eine Wirtschaft existierte - nämlich Kriemisch Adämke -, der die besten Heringe führte und wo die Spieler ihren ersten Durst stillten. Die bekanntesten Spieler aus dieser Zeit vor dem ersten Weltkrieg waren Wilhelm
Blankertz, Fritz Deußen, Heimich Engels, Max und Otto Esser, Heimich, Hennes und Wilhelm Heilmann, Willi Küppers, Max Merkens, Karl Prinzen, Heinrich Reinartz, Willi Sachsenhausen, Johann Schrey, Hermann Sattelmeyer und August Zumbroich
Im Jahr 1913 trat man dem Westdeutschen Spielverband bei. Als Vorsitzende des Vereins in dieser Zeit werden genannt Peter Kaumanns, Albert Blankertz und Alfred Schläger.
Hart traf den Verein der Ausbruch des ersten Weltkriegs, denn die gesamte, aktive Mannschaft rückte ein und viele kehrten nicht zurück.
1920 - 1930
In der Zeit nach dem ersten Weltkrieg waren Bernhard Croon und Otto Offermann die neuen Vorsitzenden. Das erste Spiel wurde von Karl Prinzen organisiert und fand gegen Keyenberg statt. Es rückte .Französische Besatzung ein und der Sportplatz von 1910 ging verloren. Ein Ausweichplatz wurde “am Büschgen" gefunden. Ein Spiel zwischen den französischen Besatzern unddem Spielverein brachte dann allerdings den alten Platz zurück.1927/1928 trennten sich die aus der Not zusammengeschlossenen Gruppierungen wieder. in den Spielverein und den Turnverein Wickrathberg.
Zur größten Tat dieser Jahre zählte zweifellos die Errichtung einer neuen Sportanlage im Nöll'schen Broichgelände, wo er sich noch heute befindet. Es wurden Unmengen Sand herangeschafft und in mühseliger Arbeit die neue Sportanlage im Sommer 1928 fertiggestellt. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß im ersten Jahr der neuen Anlage die Gruppenmeisterschaft erreicht wurde mit Spielern wie Gustav Bähren, Fritz Barten, Wilhelm Blankertz, Karl Cremers, Otto Croon, Otto Engels, Paul Kamphausen, Heinrich Langmatz, Hans Reipen und August und Willi Willms. Dieses war die einzige Meisterschaft des Spielvereins in den ersten fünfzig Jahren seines Bestehens.
1930 - 1940
Auf Initiative der 2. Mannschaft wurde 1931 das Vereinslokal gewechselt. Das neue Vereinslokal war Engels auf dem Damm. Das Haus steht heute nicht mehr. Es wurde bei Kriegsende von den Alliierten zur Verfüllung eines Panzergrabens verwandt. Es ist das Verdienst des Spielvereins jenem Jahrgang der Wickrathberger Jugend die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung gegeben zu haben, das gemeinsame Erlebnis und den sportlichen Erfolg. Vielleicht wäre noch so mancher sportliche Erfolg errungen worden, wenn nicht 1939 der 2. Weltkrieg ausgebrochen wäre. Unter den über 100 Wickrathbergern, die nicht aus dem Krieg zurückkehrten, waren viele, die einst in den Mannschaften desSpielvereins aktiv waren.
1940 - 1950
Im Jahr 1945 mußte wieder ein neues Vereinslokal gewählt werden, da die. Gaststätte Engels, wie bereits erwähnt, zur Verfüllung eines Panzergrabens benutzt worden war. Da die Gaststätte Bresser ebenfalls zerstört war, wurde die Gaststätte Wagner als neues Vereinslokal ausgewählt. Hier fand die erste. Spielersitzung statt, auf der sich der 1. Vorsitzende Emil Laermann mühte, mit Spielern wie
Justus Scheffer, Erich Schroeder, Günter Walraevens, Karl Lüngen, Willi Lindgens, Heinrich Junker und als Torwart Hans Kämmerling
den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Nach Emil Laermann folgte als Vorsitzender Gerhard Esser unter dessen Leitung der Spielverein in dieser schlechten Zeit einen erheblichen Aufschwung erlebte. Er besorgte Spielertrachten und Schuhe. Die erste Mannschaft spielte zu dieser Zeit mit wechselndem Erfolg in der Kreisklasse.
1950 - 1960
Im Jahr 1951 erhielt der Spielverein einen neuen Vorsitzenden, Wilhelm Engels. Er förderte nicht nur die Senioren, sondern mühte sich auch um die Jugend. Der Verein hatte wieder eine A und eine B - Jugend. Anfang der fünfziger, Jahre verfügte der Verein auch über eine Damenhandballmannschaft. Zur Einweihung unseres neuen Platzes 1958 trugen die Damen ein Jubiläumsspiel gegen den Rheydter Spielverein aus.
Der SV Wickrathberg spielte zu jener Zeit mit fünf Mannschaften Fußball. Dies waren die erste und zweite Mannschaft, A und B - Jugend sowie eine Altherrenmannschaft.
1960 - 1970
Zu Beginn der sechziger Jahre wurde die erste Mannschaft mit jungen Spielern aufgefrischt. Den Rahmen des Teams bildeten aber immer noch Spieler wie Manfred Scheffer, Gerd Bindewald, H.G. Blankertz, Fritz Esser und Wolfgang Evertz, der die Mannschaft auch trainierte.
Durch Heirat gelangten auch sehr gute “Fremdspieler” nach Wickrathberg, wie Rainer Gauls, Heinz Mommerskamp, Bernd Pferdmenges oder Toni Mevissen. Nach über 57 jährigem Bemühen würde 1963 der Sprung in die erste Kreisklasse geschafft. Neben den bereits erwähnten Spielern wirkten hierbei noch mit: Werner Wergin, Klaus Pfeiffer, Hans Schneider, Leo Draaijer, Ernst Engels, Lothar Vits, Friedhelm Langmatz, Horst Jennessen, Gerd Romeney, Kurt Lüngen, Theo Küppers, Josef Immeln, Willi Oberdörster und Günther Kremers.
Im Vorstand des Vereins waren zu dieser Zeit tätig: Emil Vits, Otto Bresser, Wlter Sattelmeyer, Günter und Erich Walraevens, Heinrich Junker, Karl Finken, Friedhelm Romeney und als Sozialwärtin, die unvergessene, allzu früh verstorbene Annemarie Bresser. In der Jugendarbeit betätigten sich: Hans Kämmerling, Paul Horn, Günter Peters und H. Wolf.
Leider stieg der SV Wickrathberg nach nur zweijähriger Zugehörigkeit wieder aus der ersten Kreisklasse ab. Aber daran ist der Verein beileibe nicht zerbrochen. Geselligkeit wurde gross geschrieben und die Kappenfeste der Alten Herren wurden weit über Berg hinaus bekannt
1970 – 1980
Im Jahr 1972 wurde der Wickrathberger Sportplatz völlig neu erstellt. Es war die Zeit der Hartplätze und so wurde der Rasenplatz in einen solchen umgewandelt. In der ersten Mannschaft mühte man sich um einen Wiederaufstieg, der allerdings nicht geschafft wurde. Im Jahr 1978 starb der langjährige Vorsitzende und Lehrer der Wickratberger, Emil Vits. Er hinterließ eine große Lücke im Dorfleben.
1980 - 1990
Die achtziger Jahre werden noch lange im Gedächtnis der Wickrathberger Bevölkerung bleiben. Fußballerisch waren diese Jahre, eine Fortsetzung der Siebziger, wenn auch nach kurzer Zugehörigkeit zur dritten Kreisklasse wieder ein Aufstieg zu verzeichnen war. Dieser Wiederaufstieg gelang unter dem "eisernen" Trainer Kurt Lüngen, der sich nicht scheute, auch vermeintlich nicht ersetzbare Spieler aus dem Team zu werfen, wenn sie seinen Disziplinvorstellungen nicht entsprachen. Die Reserve, die über Jahre von Walter Sattelmeyer zusammengehalten wurde, suchte ihre sportlichen Erfolge in der Kreisliga C. Die Alten Herren erlebten in den achtziger Jahren einen sportlichen Tiefpunkt, als sie zwei Jahre lang kein Spiel gewinnen konnten. Dennoch hielt die damalige Führung unter Willi Joeres durch und den Spielbetrieb aufrecht.Am Ende der achtziger brachte sportliche Verstärkung jedoch auch diese Mannschaft wieder zur Blüte.
Geprägt wurde das Jahrzehnt allerdings durch gesellschaftliche Ereignisse. Der erste Vorsitzende Friedhelm Romeney verstand es, nahezu die gesamte deutsche Showprominenz nach Wickrathberg zu holen. So reihte sich in dieser Zeit ein Kirmeshöhepunkt an den anderen. Namen wie Rene Carol, Roy Black, Heino, Costa Cordalis, Peter Orloff, Rex Gildo, Freddy Breck und viele andere sangen im Festzelt bei der Kirmes, die in diesen Jahren vom Spielverein Wickrathberg ausgerichtet wurde. Unvergessen auch die mehrfachen Auftritte von Zeltkönig Tony Marshall, der als Freund von Friedhelm Romeney auch stets privat im Dorf beherbergt wurde und in der Gaststätte Schneider (Haus Bresser)gern ein Bierchen trank. Höhepunkt dieser Zeit war ein Konzert der BläckFöss.
In diese Zeit fielen auch viele internationale Aktivitäten. 1986 erwartete der Verein Besuch aus Paris vom AS Chatou. Helmut Prinz hatte die Kontakte geknüpft und der Tross aus Frankreich wurde im Dorf privat bestens untergebracht. So hat der SV Wickrathberg in der Aera Friedhelm Romeney neben dem sportlichen Treiben viel für das Dorfleben getan und diese Jahre für viele zu unvergessenen Jahren gemacht.
1990 – 2000
Die Zeit von 1990-1996 brachte dem Verein einige Turbulenzen. Die erste Mannschaft spielte weiterhin in der Kreisliga B. Doch steckte die Mannschaft in der Saison 1994/1995 in größter Abstiegsnot. Doch Spielertrainer Uwe Schmidt wusste das Schlimmste zu verhindern. Die Reservemannschaft mußte 1995 den Verlust vom langjährigen Betreuer Walter Sattelmeyer verkraften und spielt nach einem kurzen Gastspiel in der C-Liga in der Kreisliga D. Die Alten Herren wurden vom Trio Klaus Brüser, Josef Langen und Manfred Peschkes sicher durch die frühen neunziger Jahre geführt.
Von 1992 bis 1998 übernahm Günter Schmidt den Vorsitz im Verein. Er führte den Verein in dieser Zeit in ruhigen Fahrwassern ohne große Probleme. Die Seele des Spielberiebs waren allerdings seit vielen Jahren zwei Männer, die hier besonders erwähnt werden sollten. Hubert Schmidt und Kurt Lüngen kümmerten sich viele Jahren in vorbildlicher Weise um den Spielbetrieb der Aktiven.
Als einer der größten Erfolge des Vereins Mitte der neunziger Jahre ist sicherlich die Tatsache erwähnenswert, daß seit Jahren der Jugendspielbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Axel Schneider, der die neue Jugendabteilung ins Leben rief, wusste so ein weiteres abwandern der Wickrathberger Kinder zu anderen Vereinen zu verhindern.
Ab Sommer 1995 übernahm Axel Schneider auch das Traineramt der Senioren und konnte eine sportlich erfolgreiche Zeit einleiten. Die erste Mannschaft hatte fortan nichts mehr mit den Abstiegsrängen zu tun und wurde gar zu einer Spitzenmannschaft der Kreisliga B, die über ein Jahr lang zu Hause unbesiegt blieb. Auch ein 2.Platz beim Nierspokal auf eigenem Terrain fällt in diese Ära.
Die Reserve stieg ebenfalls aus der damals noch gespielten Kreisliga D, unter Leitung von Andreas Schützler, in die C-Klasse auf. Nachdem Axel Schneider nach vier Jahren, das Team nicht ins neue Jahrtausend führen wollte, übernahm erneut Uwe Schmidt das Trainerzepter und erreichte einen soliden Mittelfeldplatz.Die Geschicke der Vorstandsarbeit übernahm im Jahre 1998 Willi Joeres als 1.Vorsitzender.
Nicht unerwähnt bleiben, dürfen die legendären Fahrten dieser Dekade.In der Winterpause einer jeden Spielzeit ging es mit allen Seniorenmannschaften (auch den Alten Herren!) in die Sportschule Duisburg-Wedau, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Das hier natürlich auch die Kameradschaft, bestens gepflegt wurde, versteht sich von selbst. Besonders zu nennen ist aber auch, die Texel-Tour der ersten Mannschaft im Jahre 1996.
2000 - heute
Im neuen Millenium konnte die erste Mannschaft nicht mehr an die Erfolge der späten neunziger anknüpfen. Der personelle Umbruch und die Schwierigkeiten, neue Spieler ohne monitäre Vergünstigungen zu einem Verein zu lotsen, der ausschließlich über einen Aschenplatz verfügt, ist nicht immer leicht. Doch namhaften Trainern wie Friedhelm Kraks oder Willi Conrads gelang es immer die Klasse zu halten und neue Spieler in den Kreis der ersten Mannschaft zu führen. Als wertvoller Unterbau hat sich hier die Reserve-Mannschaft des Spielverein erwiesen. Immer wieder schafften Spieler dieser Mannschaft, den Sprung in das Klasse höhere Team. Leider litt dadurch oft die Qualität der zweiten Mannschaft, doch wird dieses Handikap von allen Spielern sportlich fair mitgetragen.
Als Erfolge der jüngeren Zeit ist eine erneute Endspielteilnahme im Nierspokal 2002 sowie das erreichen der Zwischenrunde 2002, 2005 und 2006 in der Hallenmeisterschaft zu nennen.
Seit Ende der Saison 2004/2005 steht das Berger Team unter der Leitung von Stephan Nelz. Er übernahm das Amt am Ende einer turbulenten Saison mit zwei Trainerwechseln und formte aus den Seniorenspielern wieder ein Team, die den SV Wickrathberg wieder in ruhigere Fahrwasser führte.
Im Jubiläumsjahr 2006 konnte die Saison mit 49 Punkten und einem guten 7. Platz beendet werden, auch der heiß ersehnte Nierspokal konnte im 41.
Anlauf auf heimischer Berger Asche zum ersten mal errungen werden. In der darauf folgenden Saison setzte man erstmals auch im Kreispokal ein Ausrufezeichen als man nach den ersten beiden Runden
gegen Broich-Peel und Korschenbroich, erst in der Verlängerung der 3. Runde gegen Landesligist Odenkirchen ausschied.
Die Saison 2006/07 wurde auf dem 5. Platz (53 Punkte) und 2007/08 sogar auf dem 2.Platz (70 Punkte) beendet. Bisher konnte man sich stetig verbessern und ein wenig wird jetzt sogar auf den
Aufstieg in die Kreisliga A geblickt.
Auch die Alten Herren spielen eine große Rolle im Vereinsleben des SV.
Woche für Woche trommeln Helmut Prinz, Peter Reschel und Klaus Brüser ihre Mannen zusammen um sich mit den Älteren Jahrgängen des Kreises auf dem Sportplatz zu messen.